Aus der Forschung

Das Brandschutzwissen wächst. Dazu tragen nicht nur die Erfahrungsberichte von Praktikern wie Brandschutzplanern, Wartungsbetrieben und Feuerwehren bei. Baustoff- und Brandschutzhersteller forschen ständig an der Entwicklung neuer Produkte. Staatliche und private Hochschulen liefern regelmäßig neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Eine Auswahl dessen, was aus unserer Sicht für den vorbeugenden Brandschutz wichtig ist, veröffentlichen wir hier.

CE-Zeichen für Brandschutzelemente: Was folgt aus der verschobenen Harmonisierung der Produktnorm EN 14351-2

Zimmerer und Holzbauer bieten heute Holzbauprodukte für unterschiedlichste Anwendungen und Gebäudetypen an. Bei öffentlichen Bauten, Verwaltungsgebäuden und Sonderbauten sind meist auch Brandschutzanforderungen für eingebaute Fenster Türen und Tore zu beachten. Seit dem Jahr 2016 ist die Produktnorm EN16043 in Kraft. Überraschend wurde die für November 2019 angekündigte Harmonisierung der Produktnorm EN 14315-2 für Innentüren von der Kommission auf unbestimmte Zeit verschoben. Höchste Zeit sich bei Planung und Ausschreibung mit den Regeln der europäischen „Brandschutznorm“ zu befassen. Die wichtigsten Informationen bietet eine Publikation des ift Rosenheim.

Die Datei finden Sie hier.

Studie zur Brandbekämpfung von Lithium-Ionen-Batterien (Akkus) und Lithium-Metall-Batterien

Lithium-Metall-Batterien und Lithium-Ionen-Batterien werden aufgrund ihres hohen Energiespeichervermögens zunehmend für elektrische Verbraucher eingesetzt. Ohne schnelle Brandbekämpfung bzw. bauliche und anlagentechnische Brandschutzmaßnahmen ist im Falle eines Brandes insbesondere größerer Mengen dieser Batterien mit einer Kontamination eines größeren Bereiches oder Lagerabschnittes mit korrosiven und toxischen Stoffen zu rechnen. Die ständige Konferenz der Innenminister und –senatoren der Länder, Arbeitskreis V, Ausschuss für Feuerwehrangelegenheiten, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung hat in ihrem Forschungsbericht Nr. 192 die Forschungsergebnisse von Dipl.-Ing. Jürgen Kunkelmann vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Forschungsstelle für Brandschutztechnik veröffentlicht.

Den Bericht finden Sie hier.

TU München: Brandschutztechnische Grundlagenuntersuchung zur Fortschreibung bauaufsichtlicher Regelungen in Hinblick auf eine erweiterte Anwendung des Holzbaus – TIMpuls

Der Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion der Technischen Universität München hat ein institutsübergreifendes Forschungsvorhaben mit der Technischen Universität Braunschweig, der Hochschule Magdeburg-Stendal und dem Institut für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge gestartet. Ziel ist die Schaffung von Grundlagen durch experimentelle und numerische Untersuchungen zur Fortschreibung bauaufsichtlicher Brandschutz-Regelungen im Hinblick auf eine erweiterte Anwendung des Holzbaus.

Weitere Informationen finden Sie hier.

TU Braunschweig: Numerische und experimentelle Untersuchungen von Polymerbrandlasten in kerntechnischen Anlagen zur Verbesserung der Prognosefähigkeit von Brandsimulationen

An der technischen Universität Braunschweig läuft noch bis zum Jahr 2022 ein Projekt, das das sicherheitsrelevante Gefährdungspotential von Bränden elektrischer Leitungsanlagen für in Betrieb und im Rückbau befindliche Kernkraftwerke untersucht. Unter anderem sollen im Forschungsvorhaben „numerische und experimentelle Untersuchungen von Polymerbrandlasten in kerntechnischen Anlagen zur Verbesserung der Prognosefähigkeit von Brandsimulationen“ (FKZ: 1501565) anhand von klein- und mittelskaligen Brandversuchen Brandsimulationsmodelle für den Anwendungsfall „Kabelbrand“ validiert werden.

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