DIvB wählt neues Präsidium

Berlin, 16. November 2021: Die Mitgliederversammlung des Deutschen Instituts für vorbeugenden Brandschutz (DIvB) hat am 28. Oktober in Berlin ein neues Präsidium gewählt. Dessen Mitglieder erhielten die einstimmige Unterstützung der Versammlung für das wichtigste Ziel des DIvB für die nächsten Jahre: die Bündelung der Brandschutzinteressen.

„Die von verschiedenen Verbänden einzeln vorgetragenen Brandschutzinteressen müssen zu einer starken Stimme gebündelt werden, damit der Brandschutz von Politikern und der allgemeinen Öffentlichkeit wieder angemessen wahrgenommen und berücksichtigt wird“, sagte der wiedergewählte DIvB-Präsident Dr. Roman Rupp. Er bezog sich damit auf die Veränderungen der Medienlandschaft und die zunehmende Fokussierung der Berichterstattung auf wenige große Themen. Gegen diese Themenkonkurrenz könne der Brandschutz ansonsten nicht bestehen, so Rupp.

Bei Sanierungen den Brandschutz berücksichtigen
Da der Gebäudebestand für rund 30 Prozent des deutschen Gesamtausstoßes an C02 verantwortlich ist, ein Großteil der Gebäude aber energetisch völlig veraltet und die Sanierungsquoten seit Jahren viel zu niedrig sind, liege hier ein wichtiger Schlüssel zur Erreichung der Klimaschutzziele. „Deutschland muss hier mit gutem Beispiel vorangehen und nicht nur möglichst klimaschonend bauen und sanieren, sondern auch darüber hinaus für ein hohes Brandschutzniveau unserer Gebäude sorgen“, sagte Rupp. Dies zu vermitteln, könne nur gelingen, wenn die Brandschutzbranche möglichst gemeinsam und mit einer Stimme spreche.

Gespräche über Kooperationen
Gespräche des DIvB mit anderen Brandschutzverbänden haben zu ersten Ergebnissen geführt: Die Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung Fachplaner und Sachverständige für den vorbeugenden Brandschutz e. V. (BFSB) hat bereits zum 1. April 2021 ihre laufenden Geschäfte auf die DIvB-Geschäftsstelle übertragen. Sie hatte sich außerdem für eine Kooperation ausgesprochen. Die einzelnen Mitglieder sollen zum Jahreswechsel kündigen und dem DIvB beitreten. Auch die Mitgliederversammlung des Bundesverbands Brandschutz-Fachbetriebe e.V. (bvbf) befürwortet eine Forcierung der Verbändetransformation und hat ihrem Vorstand ein Verhandlungsmandat für Sondierungen erteilt. Angestrebt wird eine Verschmelzung mit dem DIvB. Kommt es dazu, müssen die Mitglieder beider Vereine die Verschmelzung in eigenen Mitgliederversammlungen beschließen.

Mitgliederzahl mehr als verdoppelt
In der anschließenden Aussprache befürworteten die DIvB-Mitglieder die Initiativen zur Zusammenführung der Brandschutzverbände und Bündelung der Brandschutzinteressen. Auch ohne den Effekt der Kooperationsgespräche ist die Zahl der DIvB-Mitglieder weiter stark gewachsen. Sie stieg in knapp zwei Jahren, während der coronabedingt keine Mitgliederversammlung stattfinden konnte, um 119 Prozent von 61 auf 134 Mitglieder.

Fachgruppen als Thementreiber
Die große Anzahl an Neumitgliedern hat es dem DIvB ermöglicht, neben der Weiterentwicklung von Richtlinien zur Weiterbildung von Brandschutzfachausbildungen auch mehrere Fachgruppen ins Leben zu rufen. Die Fachgruppe „Baurecht“ betreibt zum Beispiel mithilfe von Experten aus der Mitgliedschaft unter anderem die bundesweite Vereinheitlichung von Bauvorschriften. Die Fachgruppe „E-Mobilität“ soll vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) einen „Runden Tisch“ zu den Brandschutzaspekten dieses Themas organisieren.

Quelle: DIvB/FeuerTrutz

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Das neugewählte DIvB-Präsidium und die Geschäftsführung (v.l.n.r.): Rowena Kröning, Annette von Hagel, Peter Hilgers, Reinhard Eberl-Pacan, Dr. Roman Rupp, Christian Kreuter, Carsten Wege, DIvB-Geschäftsführer Jörg-Uwe Strauß und Marc Zimmermann